Nach einer ziemlich anstrengenden Anreise am Vortag und einer ruhigen Nacht startete der zweite Tag unserer New Mexico Tour mit einem gemeinschaftlichen Frühstück, bei dem man der Sonne beim Aufsteigen zusehen konnte. Die Auswahl an Müsli im Hotel war groß und es wurden viele neue Geschmäcker und Farben entdeckt, bei dem man nicht wusste, ob sie so auch in der Natur vorkommen.
Anschließend wurden Sandwiches vorbereitet, der Bus gepackt und dann ging es pünktlich um 8 Uhr los. Am Startpunkt musste erst einmal die Verwirrung der Zeitumstellung geklärt, bevor wir die Einführung eines Rangers bekommen konnten. Zwei Gruppen wurden gebildet, einerseits konnte man den Hunter Peak besteigen, andererseits konnte man durch den McKittrik Canyon wandern.
Einiges lief bei der „großen“ Tour nicht 100% optimal. Durch eine Anhängerkupplung, die sehr weit in den Gehweg hineinragte, leicht lädiert, konnte unser großartiger Gruppenführer Herr Schreiber auch nach dem zweiten Anlauf noch nicht sagen, wo sich der Einstieg zur Wanderung befindet. Nach dem dritten Anlauf haben wir ihn zum Glück mit vereinten Kräften gefunden. So konnte dann der Aufstieg um 9.20/10.20 Uhr beginnen.
Zu Beginn führte uns der Weg durch ein Tal mit leichtem Anstieg, wobei wir auch den Guadalupe Canyon durchquerten. Nachdem wir bereits 30 Minuten unterwegs waren und der Anstieg nun anspruchsvoll schien, entschied sich eine der 37 Wanderer den Rückweg anzutreten, sodass die Zahl der Leute, die sich vorgenommen hatten diesen Berg zu bezwingen, auf 36 schrumpfte. Ganze 20 Minuten später forderte der Berg sein zweites Opfer und ein weitere tapfere Wanderin musste den Rückweg antreten. Zum Glück war es das letzte Mal, dass jemand den Aufstieg abbrechen musste. Das nächste Unglück ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Ein Tragriemen eines Rucksack war gerissen. Dies hielt uns jedoch nicht davon ab, den Aufstieg fortzusetzen. Dieses Equipment-Versagen hatte leider die Spaltung der Gruppe zur Folge, sodass aus einer anfänglich großen Gruppe, zwei kleinere Gruppen wurden, dessen Abstand sich immer weiter vergrößerte. Das lag unter anderem daran, dass die hintere de beiden Gruppen immer öfter kleine Pausen einlegten, um natürlich die wunderschöne Natur genießen zu können ;). Irgendwann kamen dann doch alle 13 Uhr zur gemeinsamen Lunch Pause unter einem schattigen Baum an, bei der die vorbereiteten Sandwiches mit Freude verspeist wurden.
Doch zu viel Pause ist auch nicht gut, sagten wir uns und setzten unsere Mission, den Berg zu bezwingen kurz darauf fort. Der restliche Weg zur Spitze führte uns durch ein schattiges Wäldchen. Um 14 Uhr hatten die tapferen Wanderer es dann endlich geschafft und konnten so die grandiose Aussicht genießen. Nach einer 20-minütigen Pause, in der Fotos und Videos gemacht wurden, begaben wir uns dann auf den Abstieg. Dieser verlief größtenteils ereignislos. Zu Beginn musste eine kleine Gruppe kurz umdrehen, aufgrund einer vergessen Cap, die sich dann doch in einem anderen Rucksack auffand. Zum Ende des Abstiegs wäre die Nachzügler-Gruppe fast noch einmal falsch abgebogen, aber zum Glück nur fast.
Dann, nach fast 7,5 Stunden Gehzeit, ca. 14 km Strecke, 800 Höhenmetern, 120 Litern getrunkenem Wasser, zahlreichen umgeknickten Füßen, vielen, vielen Pausen und einmaligen Erinnerungen war die Wanderung zum fünfthöchsten Berg Texas zu Ende. Das vermutlich fünftbeste Restaurant wartete am Abend auf uns: das China Dragon All You Can Eat Buffet. Genau richtig nach dem anstrengenden Tag. Zig Gerichte , manche mehr (die Softeismaschine) und manche weniger einladend (die roten Bananen)…
Abends ließen wir den Tag mit Volleyball, Frisbee und Co auf dem Parkplatz ausklingen.
Emil, Erik








