Wir freuen uns, dass wir als Schools for Earth zertifiziert sind. Bei der Verleihung des Siegels waren unsere Schülersprecherin und unsere Elternsprecherin anwesend, sowie engagierte Schüler, das Schulleitungsteam und Herr Gimm als Initiator für die Bewerbung. In der sich immer schneller verändernden Welt stehen wir damit bereit, unsere Schüler für die Zukunft zu rüsten. Es geht nicht nur um das eigene Handeln, sondern als Schule in erster Linie um die Bildung im Bereich der Nachhaltigkeit. Wir bilden unsere Schüler aus, damit sie sich in der verändernden Welt zurechtfinden. Es wird am Ende der Schullaufbahn Berufe geben, die man heute noch gar nicht kennt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gehen die Schüler nicht mit dem Beruf in die Rente, in dem Sie den Berufsweg begonnen haben. Die Bereiche Nachhaltigkeit und Klima finden Eingang in alle Lebensbereiche, ob in der Verkehrsplanung, Logistik, Agrarwirtschaft, Städteplanung, in täglichen Berichten, in der Forschung, Roboterentwicklung oder in der Technologie. Das ist uns bewusst, wir behandeln keine separaten Themen, keine isolierten Aktionen, bei uns sind die Themen in der Schule in allen Bereichen fest verankert.
Unsere BNE-Unterrichtsentwicklung (Bildung für nachhaltige Entwicklung) hat Greenpeace besonders überzeugt. Unser Vorhaben, systematisch BNE-Themen in allen Fachbereichen zu sammeln (und damit die Orientierung an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler wirklich ernst zu nehmen), die dann im Unterricht weiterentwickelt werden. Auch die geplante fächerverbindende Verankerung von BNE-Themen und die schulinterne Vernetzung wurden besonders herausgestellt. Nachhaltigkeit wird nicht nur im Fach Biologie thematisiert, sondern auch in Deutsch, Englisch, Ethik, Geographie, usw., selbst im Mathematikunterricht werden Themen der Nachhaltigkeit modellierend aufgegriffen.
Eine vielversprechende Bereicherung im Bereich WSA stellen unsere Exkursionen für alle 7.ten Klassen, ökologieorientierte Projekte in der Projektwoche und die stete Zusammenarbeit mit dem Freilandlabor Kaniswall dar.
Im Bereich Schulkultur ist Greenpeace die explizite Aufnahme von BNE-Aspekten in die Berufs- und Studienorientierung sehr positiv aufgefallen. Auch die Aufnahme unseres Nachhaltigkeits-Engagements in das Werteleitbild der Schule ist ein wichtiger, weiterer Schritt. Unser etablierter Hofdienst trägt täglich dazu bei, dass kein Müll auf dem Schulhof liegt oder gar mit dem Wind davongetragen wird. Auch unsere Schüler haben tatsächlich gesunde Brotdosen mit, die mit Brot und Obst gefüllt sind, die Mülleimer sind nach einer Pause nicht mit Chipstüten oder Schokoladenpapier gefüllt. Auf Feierlichkeiten werden überwiegend Tassen und Gläser, statt Plastikbecher verwendet. In den Toiletten gibt es waschbare Baumwolltücher, statt Papier. Wir reinigen die Whiteboards mit Lappen und Wasser, statt mit chemischen Reinigungsmitteln und Papier. Wir haben unsere alten Fahrradständer nicht entsorgt, wir haben sie an andere Einrichtungen (Grundschule und Kirche) gespendet. Unsere Schüler achten sehr sorgfältig auf die schuleigenen Bücher, so dass Ersatzkäufe nicht notwendig sind.
Was den nachhaltigen Gebäudebetrieb anbelangt, sind wir bereits sehr breit und erfolgreich aufgestellt – von der funktionierenden Mülltrennung vor allem im papierlastigen Sekretariat durch unseren engagierten Hausmeister über die fahrrad-affine Schulgemeinschaft und den geringen Papierverbrauch bis hin zu Tausch- und Teilaktionen (unsere Eltern organisieren einen Bücherbasar, unser Hausmeister bringt alle eigentümerlosen Fundsachen an bedürftige Einrichtungen, eigentümerlose Sportsachen werden von uns gewaschen und für unsere Kinder für den Sportunterricht zur Verfügung gestellt).
Sogar die sehr eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten im Bereich Wärme aufgrund des denkmalgeschützten Gebäudes reizen wir aus mit dem Vorhaben, die Fenster abzudichten. Leider haben wir auf diesen Bereich keinen sehr großen Einfluss, aber unsere Schüler und auch die Lehrkräfte achten stets darauf, dass am Ende des Schultages die Heizungen fast abgedreht werden und das Licht immer ausgeschaltet wird.
Dieses Zertifikat ist somit ein Dankeschön an unsere gesamte Schulgemeinschaft. Die Umsetzung wird von allen getragen und gelebt, nur so kann eine Schule solche Erfolge erreichen. Ich bin stolz auf unsere Schüler und Lehrkräfte und freue mich auf weitere Ergänzungen.
Frau Oestreich, Schulleiterin der AvH



