Da unser derzeitiges Kursthema Aims & Ambitions lautet und wir im Zusammenhang mit unserer Lektüre von The Great Gatsby natürlich den American Dream diskutieren, wollten wir uns die Träume, Ziele und Wünsche von Millionen Auswanderern einmal direkt vor Ort vor Augen führen.
Ballinstadt trägt den Namen ihres Gründers, des damaligen Direktors der Transatlantiklinie HAPAG, Alfred Ballin. Von 1860 bis zum Beginn des 1. Weltkriegs emigrierten Millionen von Menschen aus diversen deutschen Provinzen und vielen osteuropäischen Gebieten auf der Flucht vor unvorstellbarer Armut und/oder religiöser Verfolgung. Um diese Menschenmassen angemessen unterzubringen und sie vor allem während der Zeit der Choleraepidemie von der Hamburger Innenstadt fernzuhalten, errichtete Ballin auf der Elbeinsel Veddel die Auswandererhallen. Diese boten Unterbringung, Hygiene, medizinische Betreuung, normale und koschere Verpflegung, Kirche, Synagoge und einen Musikpavillon für unzählige Menschen, während sie auf ihre Schiffspassage – meistens auf den Zwischendecks- ins gelobte Land warteten.
Drei dieser Hallen sind erhalten und die interaktive Ausstellung lässt die Besucher einerseits hautnah eintauchen in die Situation der damaligen Auswanderer, vermittelt ihre Nöte, Wünsche und ihren American Dream, schlägt den Bogen aber auch zu den Herkunftsländern und Beweggründen heutiger Migration.
Der 23.09. war unser Glückstag: der ICE war pünktlich und das Wetter spielte auch mit, so dass wir pünktlich um 10:30 im Museum ankamen und im Anschluss neben dem gemeinsamen Burger-Essen bei Peter Pane auch noch Zeit für individuelle Hamburg-Erkundungen hatten, bevor dann gegen 21:30 alle wieder am Bahnhof Südkreuz ankamen.
Susanne Weiland, Kursleitung








