Wie vertritt Deutschland seine Interessen in der Welt? Und wie sieht ein Beruf aus, in dem man alle paar Jahre in einem anderen Land arbeitet? Dr. Thomas Henzschel gab spannende Einblicke in die Arbeit des Auswärtigen Amtes und zeigte, welche vielfältigen Karrierewege der diplomatische Dienst eröffnet.
Mehr als Diplomatie
Das Auswärtige Amt ist weit mehr als Verhandlungen zwischen Staaten. Es vertritt deutsche Interessen im Ausland, unterstützt deutsche Staatsbürger in schwierigen Situationen und setzt sich für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe sowie Klima- und Energiepolitik ein. Besonders wichtig ist das Krisenreaktionszentrum, das die weltweite Lage rund um die Uhr beobachtet und bei Krisen schnell reagieren kann.
Von der Ausbildung bis zur internationalen Karriere
Ob mittlerer, gehobener oder höherer Auswärtiger Dienst – je nach Schulabschluss und Qualifikation gibt es unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten. Während für den gehobenen Dienst ein Abitur mit anschließendem dreijährigem dualem Studium erforderlich ist, setzt der höhere Dienst einen Masterabschluss voraus. Gute Englischkenntnisse und eine weitere Fremdsprache sind ebenfalls wichtig.
Ein Beruf, der Flexibilität verlangt
Eine Besonderheit ist das Rotationsprinzip: Beschäftigte wechseln in der Regel alle drei bis vier Jahre ihren Dienstort und lernen dadurch unterschiedliche Länder und Arbeitsbereiche kennen. Das eröffnet spannende Perspektiven, verlangt aber auch Anpassungsfähigkeit und die Bereitschaft, den eigenen Lebensmittelpunkt regelmäßig zu verändern.
Eine Karriere im Auswärtigen Amt bedeutet somit nicht nur, die Welt kennenzulernen, sondern auch, internationale Beziehungen aktiv mitzugestalten und Verantwortung für Deutschland zu übernehmen.





